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Obesity and heart disease

Von: Peter Megdal PhD

Wie man diesen Artikel benutzt

Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur zu Bildungszwecken und ist keine medizinische Beratung. Konsultieren Sie für eine persönliche Beratung immer Ihren Arzt.

Leichte Sprache

Verursacht das Körpergewicht Herzerkrankungen? Was die Forschungsergebnisse tatsächlich zeigen

Eine Zusammenfassung unserer vollständigen Evidenzauswertung in leicht verständlicher Sprache

Die Kurzfassung

Übermäßiges Körperfett erhöht tatsächlich das Risiko für Herzerkrankungen. Das ist mittlerweile hinreichend belegt – nicht nur durch Studien, die einen Zusammenhang zwischen beiden Faktoren aufzeigen, sondern auch durch Genforschung und randomisierte Studien, deren Ergebnisse sich viel schwerer wegdiskutieren lassen.

Aber die Geschichte ist interessanter als “Abnehmen, das Herz schützen”. Der Großteil des mit Übergewicht verbundenen Risikos lässt sich anhand von Faktoren erfassen, die wir bereits messen und behandeln können: Blutdruck, Blutzucker, und die Partikel in Ihrem Blut, die Cholesterin. Und die Zahl auf der Waage erweist sich als einer der schwächeren Aspekte des Films. Es ist wichtiger, wo sich das Fett im Körper ansammelt, als wie viel man wiegt.

Gewicht ist nicht dasselbe wie Fett, und Fett ist nicht immer gleich

Der BMI – das Gewicht geteilt durch das Quadrat der Körpergröße – eignet sich gut für die Untersuchung großer Bevölkerungsgruppen. Für den Einzelnen ist er jedoch ein ungenaues Maß. Er kann nicht zwischen Muskeln und Fett unterscheiden und gibt keinen Aufschluss darüber, wo sich das Fett befindet.

Dieser Unterschied ist von großer Bedeutung. Fett, das direkt unter der Haut an den Hüften und Oberschenkeln abgelagert ist, scheint relativ harmlos zu sein. Fett, das tief im Bauchraum um die Organe herum abgelagert ist – genannt viszerales Fett — verhält sich ganz anders. Das Gleiche gilt für Fett, das sich in Organen ansammelt, die eigentlich nicht dafür gedacht sind, es zu speichern: in der Leber, der Bauchspeicheldrüse und dem Gewebe, das das Herz umgibt, und Herzkranzgefäße.

Deshalb können zwei Menschen, die genau dasselbe wiegen, sehr unterschiedliche Risiken aufweisen. Das ist auch der Grund, warum eine schlanke Person nicht automatisch sicher ist. Jemand mit einem normalen BMI kann erhebliches viszerales Fett aufweisen und Fettleber, oder eine erbliche Veranlagung für hohe Cholesterinpartikelzahlen haben – und umfangreiche arterielle Plaque.

Ein Maßband um die Taille sagt mehr aus als die Waage. Eine nützliche Faustregel: Der Taillenumfang sollte weniger als die Hälfte Ihrer Körpergröße betragen.

“Cholesterin” lässt sich nicht auf einen einzigen Wert reduzieren

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt in der gesamten Rezension – und derjenige, der am häufigsten missverstanden wird.

Ihre Standard-Blutfettwerte-Befunde LDL-Cholesterin — die Menge an Cholesterin, die im Inneren transportiert wird LDL Partikel. Aber Arterien werden nicht durch frei zirkulierendes Cholesterin geschädigt. Sie werden geschädigt durch Partikel die Cholesterin transportieren, das sich in die Arterie an der Wand hängen bleiben. Entscheidend ist, wie viele dieser Teilchen im Umlauf sind.

Es gibt einen Bluttest, mit dem man sie zählen kann: ApoB. Jedes atherogenes Partikel enthält genau eines ApoB Molekül, daher handelt es sich bei ApoB im Wesentlichen um eine Partikelzahl.

An dieser Stelle kommt Übergewicht ins Spiel. Ein hoher Anteil an viszeralem Fett führt in der Regel nicht zu einem sprunghaften Anstieg des LDL-Cholesterins. Vielmehr verändert es die Eigenschaften der Partikel. Es neigt dazu, Triglyceride, erhöhen die Menge an verbleibenden “Rest”-Partikeln, senken HDL, und bewirkt, dass sich das LDL in Richtung kleinerer Partikel verlagert, die jeweils weniger Cholesterin transportieren.

Die Folge ist eine Falle. Man kann am Ende mit mehr gefährliche Partikel, obwohl Ihr LDL-Cholesterinwert völlig im Normbereich liegt – denn jedes Partikel transportiert weniger Ladung. Ihr Lipidprofil sieht gut aus. Ihr ApoB-Wert sagt etwas anderes.

Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass ApoB viel häufiger gemessen werden sollte, als dies derzeit der Fall ist – insbesondere, wenn Sie einen größeren Taillenumfang oder erhöhte Triglyceridwerte haben, Diabetes, oder eine Fettleber.

Ist Übergewicht also tatsächlich was dazu führt, dass Das Problem?

Im Großen und Ganzen ja, aber hauptsächlich indirekt.

Genetische Studien umgehen ein hartnäckiges Problem: Menschen mit Übergewicht unterscheiden sich zudem hinsichtlich Ernährung, Bewegung und Einkommen, Rauchen, und den Zugang zur medizinischen Versorgung, sodass schwer zu sagen ist, was den Schaden verursacht. Durch die Verwendung vererbter Varianten, die das Körpergewicht beeinflussen, können Forscher ein natürliches Experiment nachstellen.

Diese Studien kommen zu demselben Ergebnis wie alle anderen auch: Übermäßiges Körperfett trägt ursächlich zu Herzerkrankungen bei, wobei insbesondere das Bauchfett die treibende Kraft zu sein scheint. Doch wenn Forscher fragen, wie Es verursacht die Schäden, wobei etwa zwei Drittel der Auswirkungen offenbar über den Blutdruck, den Blutzucker und die Blutfettwerte vermittelt werden. Ein Teil bleibt ungeklärt.

Daraus lässt sich eine praktische Lehre ziehen: Die Gewichtsreduktion ist kein Ersatz für die Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes, Cholesterinwerten oder Rauchen. Diese Probleme müssen direkt angegangen werden, unabhängig davon, was die Waage anzeigt.

Übergewicht erhöht zudem das Risiko für Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern über Strecken, die mit Hauptverkehrsstraßen wenig zu tun haben Plaque — zusätzliche Belastung für das Herz, Schlafapnoe, Veränderungen der Herzstruktur.

Kann Sport das wieder ausgleichen?

Das hilft enorm. Menschen mit Adipositas Menschen, die wirklich fit sind, weisen unabhängig vom Körpergewicht weitaus niedrigere Sterblichkeitsraten auf als unfitte Menschen – in einigen Studien ist die körperliche Fitness ein besserer Prädiktor als der BMI.

Fitness ist jedoch kein Beweis dafür, dass Ihre Arterien frei von Ablagerungen sind oder Ihr ApoB-Wert normal ist. Sie senkt das Risiko zwar erheblich, beseitigt es aber nicht vollständig.

Wie sieht es mit der Gewichtsabnahme aus – und mit den neuen Medikamenten?

Ein Gewichtsverlust von 5 bis 10 Prozent des Körpergewichts führt nachweislich zu einer Verbesserung des Blutdrucks, der Triglyceridwerte, des Blutzuckerspiegels und des Leberfettgehalts. Ein größerer Gewichtsverlust bringt in der Regel noch mehr Vorteile.

Der GLP-1-Medikamente haben die Möglichkeiten wirklich verändert. Semaglutid bewirkt im Durchschnitt eine Senkung um rund 15 Prozent Gewichtsverlust; Tirzepatid erreicht je nach Dosis 15 bis 21 Prozent. Noch wichtiger ist jedoch, dass eine große randomisierte Studie namens SELECT gezeigt hat, dass Semaglutid Herzanfälle, Schlaganfälle, sowie die Zahl der kardiovaskulären Todesfälle um etwa 20 Prozent bei Menschen mit bestehender Herzerkrankung und Übergewicht, die jedoch nicht an Diabetes leiden.

Drei ehrliche Vorbehalte.

Erstens handelt es sich bei diesen Medikamenten nicht um Cholesterinmedikamente. Sie senken die Triglyceridwerte zwar erheblich, wirken sich auf LDL und ApoB jedoch nur geringfügig aus – bei weitem nicht so stark wie ein Statin tut. In der SELECT-Studie nahmen die Patienten weiterhin ihre üblichen Herzmedikamente ein. Der Nutzen bestand darin, dass zusätzlich zu Standardbehandlung, nicht anstelle dieser.

Zweitens hängt der Nutzen davon ab, dass die Behandlung fortgesetzt wird. Wenn die Patienten die Behandlung abbrechen, kehren der Großteil des Gewichts und die Stoffwechselverbesserungen wieder zurück.

Drittens geht ein schneller Gewichtsverlust sowohl mit einem Verlust an Muskelmasse als auch an Fett einher. Resistance training und angemessen Protein … besonders für ältere Menschen.

Die Adipositaschirurgie weist die längste Erfolgsbilanz bei konkreten Ergebnissen auf und ist mit weniger kardiale Ereignisse und eine längere Überlebensdauer.

Verkürzt Übergewicht die Lebenserwartung?

In groß angelegten Studien wurde ein BMI von 30 bis 35 mit einer um etwa 2 bis 4 Jahre verkürzten Lebenserwartung in Verbindung gebracht; ein BMI von 40 bis 45 mit einer um 8 bis 10 Jahre verkürzten Lebenserwartung. Eine Gewichtszunahme in jungen Jahren scheint eine größere Rolle zu spielen als eine spätere Gewichtszunahme in gleichem Umfang, einfach weil die Belastung über einen längeren Zeitraum andauert.

Vielleicht haben Sie schon einmal von dem “Adipositas-Paradoxon” – Erkenntnisse, wonach schwerere Patienten mit einer bereits bestehenden Erkrankung manchmal besser abschneiden. Dies spiegelt vor allem die Tatsache wider, dass schwere Erkrankungen zu Gewichtsverlust führen, und nicht, dass Körperfett irgendjemanden schützt.

Was man konkret tun sollte

Messen Sie Ihren Taillenumfang und vergleichen Sie ihn mit Ihrer Körpergröße. Lassen Sie einen ApoB-Test durchführen, insbesondere wenn Ihre Triglyceridwerte erhöht sind oder Sie einen großen Taillenumfang haben. Achten Sie auf Ihren Blutdruck und Ihren Blutzucker. Steigern Sie Ihre Fitness und erhalten Sie Ihre Muskelmasse. Und gehen Sie jeden auffälligen Wert gezielt an, anstatt davon auszugehen, dass eine Gewichtsabnahme allein alle Probleme löst.

Diese Zusammenfassung dient der allgemeinen Gesundheitsaufklärung und stellt keine medizinische Beratung dar. Entscheidungen über Medikamente, Operationen und Untersuchungen sollten gemeinsam mit Ihrem behandelnden Arzt getroffen werden. Unsere vollständige, mit Quellenangaben versehene Übersicht mit allen zugrunde liegenden Studien ist auf dieser Website verfügbar.

Vertiefung

Was ist Kausalität, was ist Korrelation und welche Rolle spielt das Gewicht?

ÜBERPRÜFTE WISSENSCHAFTLICHE ÜBERSICHT

Die kurze Antwort

Fettleibigkeit — insbesondere überschüssiges viszerales und ektopes Fett — ist nicht lediglich ein Indikator für ungesundes Verhalten. Die Gesamtheit der prospektiven, mechanistischen, genetischen und randomisierten Belege stützt dies als ursächlicher Faktor zu Herz-Kreislauf-Erkrankung. Die Kausalkette lautet jedoch nicht einfach “mehr Körpergewicht → mehr LDL-Cholesterin → mehr Plaque.” Eine Funktionsstörung des Fettgewebes kann zu einer Erhöhung führen Blutdruck, Insulinresistenz, Diabetes, Entzündung, Thrombose, Schlafapnoe, Nierenerkrankung, Vorhofflimmern, sowie die kardiale Remodellierung. Einige dieser Signalwege spielen auch dann eine Rolle, wenn LDL Cholesterin (LDL-C) ist normal.[1,2]

Fettleibigkeit führt dazu, dass führt nicht zwangsläufig zu einem hohen LDL-C-Wert. Sein charakteristisches Lipidprofil weist in der Regel höhere Werte auf Triglyceride, VLDL und remnant particles, einen niedrigeren HDL-C-Spiegel und mehr kleine, cholesterinarme LDL-Partikel. Da jedes VLDL, IDL, LDL und Lipoprotein(a) Ein Teilchen trägt eines Apolipoprotein B-Molekül, ApoB schätzt die Gesamtzahl der im Umlauf befindlichen atherogene Partikel. Eine Person mit viszeraler Adipositas kann daher einen LDL-C-Wert aufweisen, der akzeptabel erscheint, aber eine unerwartet hohe ApoB-Partikelzahl.[10-13]

Inwieweit spielt das Gewicht eine Rolle? Es gibt keinen vertretbaren allgemeinen Anstieg von LDL-C, ApoB oder Triglyceriden pro Anstieg des BMI um fünf Einheiten – oder pro 5 oder 10 cm Taillenumfang –, da BMI und Taillenumfang nur Indikatoren und keine direkten metabolischen Einflussfaktoren sind. In Studien zu Gewichtsverlust, Triglyceride sinken in der Regel stärker als das LDL-C. A Meta-Analyse Eine Auswertung von 73 randomisierten Studien ergab, dass nach 12 Monaten jedes durch eine Lebensstilintervention verlorene Kilogramm auf Studieneebene mit einem um 4,0 mg/dl niedrigeren Triglyceridspiegel, einem um 1,28 mg/dl niedrigeren LDL-C-Spiegel und einem um 0,46 mg/dl höheren HDL-C-Spiegel verbunden war; Bei medikamentöser Behandlung und chirurgischen Eingriffen waren die Zusammenhänge unterschiedlich und sollten nicht linear auf den Einzelnen übertragen werden.[14]

Genetische Erkenntnisse ermöglichen nun eine teilweise Antwort auf die Frage nach der Mediationswirkung. In einer Mendelschen Randomisierung mediation analysis, war jeder Anstieg des genetisch vorhergesagten BMI um eine Standardabweichung mit einem Odds Ratio für eine koronare Herzkrankheit von 1,49 (95%-KI 1,39–1,60) verbunden; bei gleichzeitiger Bereinigung um den genetisch vorhergesagten systolischer Blutdruck, Diabetes, Blutfettwerte und Rauchen reduzierte diesen Wert auf 1,14 (95%-Konfidenzintervall 1,04–1,26), was bedeutet, dass etwa 66% (95%-Konfidenzintervall 42%–91%) des Effekts über diese nachgelagerten Faktoren wirkt Risikofaktoren — und dass etwa ein Drittel dies nicht tut.[57]

Moderne Medikamente gegen Fettleibigkeit helfen erheblich. Bei Erwachsenen ohne Diabetes, Semaglutid führte in STEP 1 und STEP 5 nach 68–104 Wochen zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von etwa 15%, während Tirzepatid erzielte über 72 Wochen hinweg über alle Dosierungen hinweg Werte von etwa 15% bis 21% in SURMOUNT-1.[25,26,28] Noch wichtiger ist, dass Semaglutid in der SELECT-Studie über einen Zeitraum von durchschnittlich 39,8 Monaten die Zahl der schwerwiegenden kardiovaskulären Ereignisse von 8,01 TP9T auf 6,51 TP9T senkte – eine absolute Reduktion um 1,5 Prozentpunkte und eine Hazard-Ratio von 0,80 – bei Patienten mit nachgewiesener Herz-Kreislauf-Erkrankung, Übergewicht oder Adipositas und ohne Diabetes.[30] Das ist ein direkter, aus randomisierten Studien stammender Nachweis für einen kardiovaskulären Nutzen, jedoch kein Beweis dafür, dass jedes GLP-1-Medikament in jeder Population solche Ereignisse verhindert.

Zunächst muss man das Gewicht vom Fettanteil trennen – und die Fettmasse von der Fettverteilung.

Das Körpergewicht umfasst Fett, Muskeln, Knochen, Organe und Wasser. Der BMI – das Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat – eignet sich für das Screening der Bevölkerung, kann jedoch nicht erkennen, woraus sich das Gewicht zusammensetzt oder wo Fett gespeichert ist. Er kann einen muskulösen Sportler als fettleibig einstufen, einen älteren Menschen mit geringer Muskelmasse und überschüssigem Fett übersehen und eine Person mit erheblichem Bauchfett als “normalgewichtig” einstufen.”

Taillenumfang liefert zusätzliche Informationen, da es teilweise auch den Bauchraum und viszerales Fett. Ein gängiger klinischer Schwellenwert für Menschen europäischer Abstammung liegt bei mindestens 102 cm (40 Zoll) für Männer bzw. 88 cm (35 Zoll) für Frauen; für verschiedene asiatische Bevölkerungsgruppen werden häufig Schwellenwerte von etwa 90 cm für Männer und 80 cm für Frauen herangezogen. Dabei handelt es sich um Screening-Grenzwerte, nicht um biologische Grenzwerte, und die optimalen Werte variieren je nach Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Alter und BMI.[3] A Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße Ein Wert über 0,5 ist ein praktisches Warnsignal, stellt jedoch ebenfalls eher eine Screening-Regel als eine Diagnose dar.[56]

Das subkutane Fettgewebe befindet sich unter der Haut. Wenn sich dieses Gewebe ausdehnen kann, während es gleichzeitig relativ Insulin Da es empfindlich ist, kann es als sichereres Speicherreservoir dienen. Viszerales Fett umgibt die Bauchorgane und setzt Fettsäuren und Signalmoleküle in den Pfortaderkreislauf frei. Ektopisches Fett reichert sich in Organen und Geweben an, die nicht in erster Linie für die Energiespeicherung vorgesehen sind – darunter Leber, Bauchspeicheldrüse, Skelettmuskulatur, Epikard und perivaskuläre Räume. Viszerales und ektopisches Fett stehen in einem engeren Zusammenhang mit Insulinresistenz und Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die Gesamtfettmasse allein.[3,4]

Wie lässt sich Adipositas in der Praxis messen?

Maß Main strength Main limitation
BMI Kostengünstig, standardisiert, in engem Zusammenhang mit den Ergebnissen auf Bevölkerungsebene Fett lässt sich nicht von Muskelgewebe trennen oder lokalisieren
Taillenumfang Einfacher Indikator für abdominale/viszerale Adipositas; ergänzt die Informationen des BMI Die methodenspezifischen und ethnisch bedingten Schwellenwerte spielen eine Rolle
Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße Anpassung des Taillenumfangs an die Körpergröße; einfache Regel zur Ermittlung Es gibt keinen einzigen Schwellenwert, der für jede Bevölkerungsgruppe gleichermaßen geeignet ist
Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang Erfasst die Körperform und prognostiziert Myokardinfarkt besser als der BMI bei INTERHEART Der Hüftumfang spiegelt zum Teil die Muskelmasse und den Körperbau wider; die Messtechnik variiert[15]
Körperfettanteil Unterscheidet Fett von magere Masse besser als der BMI Die Genauigkeit hängt von der Methode und der Hydratation ab; der Standort bleibt ungewiss
DEXA Ermittelt den Gesamt- und regionalen Fettanteil, die fettfreie Masse und die Knochenmasse Begrenzte direkte Abbildung von Organ- und viszeralem Fett; die Strahlenbelastung ist gering, aber nicht gleich Null
CT oder MRT Die besten klinisch-wissenschaftlichen Messgrößen für viszerales und ektopisches Fett Kosten, Zugänglichkeit und – im Falle der Computertomographie – die Strahlenbelastung verhindern routinemäßige Vorsorgeuntersuchungen
MRT oder Spektroskopie zur Untersuchung von Leberfett Sensitive Messung der Lebersteatose Spezialisiert; kein allgemeiner Test zur Ermittlung des Koronarrisikos
Fitness-Tests Erfasst die funktionelle kardiovaskuläre Reserve und beeinflusst die Prognose Misst weder Plaque noch ApoB noch die Fettverteilung
Muskelmasse und Kraft Erkennt Gebrechlichkeit und sarkopenische Adipositas Erfordert weitere Tests; Masse und Festigkeit sind nicht austauschbar

Führt Fettleibigkeit zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Was die jeweilige Art von Beweismittel belegen kann – und was nicht

An Verein bedeutet, dass zwei Befunde gemeinsam auftreten. A Dosis-Wirkungs-Beziehung Verein Das bedeutet, dass das Risiko im Allgemeinen mit zunehmender Exposition steigt. Biologische Plausibilität bedeutet, dass es glaubwürdige Mechanismen gibt. Mediation fragt, inwieweit ein Zusammenhang durch gemessene Zwischenfaktoren vermittelt wird. Ein unabhängiger statistischer Verein bedeutet, dass eine Beziehung bestehen bleibt, nachdem die Variablen in einem bestimmten Modell bereinigt wurden; dies beweist jedoch nicht die Unabhängigkeit von allen Störvariablen oder Kausalität. Mendelsche Randomisierung nutzt genetische Varianten, die mit einer Exposition assoziiert sind, als Instrumente und kann so die Kausalschlussfolgerung untermauern; dies hängt jedoch von Annahmen bezüglich Pleiotropie und der Validität der Instrumente ab. Randomization Am besten lässt sich damit prüfen, ob eine Maßnahme die Ergebnisse verändert, auch wenn ein Medikament möglicherweise über den Gewichtsverlust hinausgehende Wirkungen hat.

Prospektive Daten belegen einen zeitlichen Zusammenhang und eine graduelle Beziehung. In Analysen, die sich auf Nichtraucher ohne chronische Erkrankungen beschränkten, war die Sterblichkeit bei einem BMI von 20–25 kg/m² am niedrigsten und stieg um 31% pro 5 kg/m² über 25 an; die koronare Sterblichkeit stieg um 49% und Schlaganfall Sterblichkeit um 38% pro 5 kg/m².[5] Es handelt sich hierbei um Zusammenhänge, wenn auch um sorgfältig kontrollierte. Sie geben keinen Aufschluss darüber, ob das Fett selbst, seine metabolischen Folgen oder damit zusammenhängende Expositionen für jedes einzelne Ereignis verantwortlich waren.

Eine gepoolte Analyse von 97 prospektive Kohorten in der 1,8 Millionen Menschen leben, schätzte, dass Blutdruck, Cholesterin und Glucose Zusammen erklärten sie etwa 46% des erhöhten Risikos für eine koronare Herzkrankheit und 76% des erhöhten Schlaganfallrisikos im Zusammenhang mit einem hohen BMI.[8] Das ist eine Mediationsanalyse, keine genaue Aufschlüsselung der Kausalität. Einzelmessungen, Messfehler, die Behandlung während der Nachbeobachtungszeit und nicht gemessene lebenslange Exposition führen zu einer erheblichen verbleibenden Unsicherheit.

Genetische Belege untermauern diese Schlussfolgerung noch weiter, und zwar mittlerweile auf zwei sich ergänzende Arten. Erstens hinsichtlich der Frage, ob ob Adipositas ist ursächlich: Mendelsche-Randomisierungsanalysen haben einen Zusammenhang zwischen genetisch bedingter Adipositas und koronaren Herzerkrankungen festgestellt und auch nach Berücksichtigung des gemessenen Blutdrucks noch einen verbleibenden Zusammenhang festgestellt, Dyslipidämie, sowie glykämische Merkmale.[9] Insbesondere die Fettansammlung im Bauchbereich scheint ursächlich zu sein — eine polygenischer Score Das um den BMI bereinigte Verhältnis von Taillen- zu Hüftumfang, das aus 48 Varianten abgeleitet wurde, war mit einer Odds Ratio von etwa 1,46 für koronare Herzkrankheit pro Standardabweichung, zusammen mit höheren Triglyceridwerten, niedrigerem HDL-C, höheren Glukosewerten und höherem Blutdruck.[58] Dies ist ein genetischer Beleg für die klinische Intuition, dass wo Es kommt darauf an, wo das Fett gespeichert wird, und nicht nur darauf, wie viel davon vorhanden ist.

Zweitens, was die Frage betrifft, wie viel wirkt über herkömmliche Risikofaktoren: Eine MR-Mediationsanalyse unter Verwendung genetischer Daten von 140.595 bis 898.130 Teilnehmern ergab eine Odds Ratio für eine koronare Herzkrankheit (KHK) von 1,49 (95 %-Konfidenzintervall 1,39–1,60) pro Standardabweichung des genetisch vorhergesagten BMI. Die Anpassung allein an den genetisch vorhergesagten systolischen Blutdruck schwächte diesen Wert auf 1,34 (27%-vermittelt) ab; bei alleinigem Diabetes auf 1,27 (41%-vermittelt); bei den Lipidwerten allein auf 1,47 (vermittelt durch 31 TP9T); und bei Rauchen allein auf 1,46 (vermittelt durch 61 TP9T). Die Anpassung um alle Mediatoren zusammen ergab 1,14 (95%-KI 1,04–1,26) bzw. 66%-vermittelt (95%-KI 42%–91%).[57] Two cautions are essential in reading these numbers. The lipid mediators in that analysis were genetically predicted LDL-C, HDL-C, and triglycerides — not ApoB — so the 3% estimate should not be interpreted as an estimate of ApoB-specific mediation. And the wide Vertrauensbereich around 66% means the honest summary is “a substantial share, possibly a majority, but not all.”

Genetic instruments approximate lifelong exposure and are not randomized weight-loss trials; nevertheless, their direction agrees with long-term cohort and mechanistic evidence.

Randomized outcome evidence used to be the missing piece. Intensive lifestyle treatment in Look AHEAD improved weight, fitness, glycemia, blood pressure, and several lipid measures in adults with type 2 diabetes but did not significantly reduce its primary cardiovascular-event outcome over a median 9.6 years.[38] That neutral result does not prove adiposity harmless: achieved weight separation narrowed over time, risk-factor treatment was intensive in both groups, and the intervention changed many variables modestly. A post-hoc analysis of the same trial found that participants who lost at least 10% of body weight in the first year had a 21% lower risk of the primary outcome (adjusted HR 0.79, 95% CI 0.64–0.98) than those with stable weight or weight gain — hypothesis-generating rather than confirmatory, because post-hoc weight-change groups are not randomized comparisons and people who lose weight successfully differ from those who do not.[59] In contrast, SELECT demonstrated fewer major cardiovascular events with semaglutide in people with overweight or obesity and established cardiovascular disease but no diabetes.[30] Metabolic-bariatric surgery is associated with fewer cardiovascular events and deaths, but most event evidence is from prospective controlled or matched observational studies rather than blinded randomized trials.[41-43]

Causal conclusion: the converging evidence supports excess adiposity — most strongly visceral and ectopic adiposity — as a causal contributor to cardiovascular disease. Its cardiovascular effect appears substantially, and perhaps mostly, mediated by downstream factors such as blood pressure, diabetes/glycemia, conventional lipid traits, and smoking; the available mediation studies did not measure ApoB-specific mediation and leave a residual effect. Additional risk is expressed through heart-failure, arrhythmia, respiratory, renal, and structural pathways.[1,2,57]

What can distort the association?

Smoking lowers body weight while raising mortality. Chronic illness, cancer, frailty, and preclinical disease can cause unintentional weight loss. Socioeconomic conditions influence diet, activity, stress, sleep, and access to care. Physical activity and kardiorespiratorische Fitness are often measured poorly. Conditioning analyses on having established disease can create selection or collider bias. BMI misses fat distribution and muscle. Short follow-up ignores decades of earlier exposure. These issues can exaggerate, attenuate, or even reverse observed associations; none is solved merely by adding variables to a regression model.

Does obesity increase “cholesterol”?

“Cholesterol” is not one exposure. Gesamtcholesterin is the cholesterol carried in all Lipoproteine. LDL-C is the cholesterol mass inside LDL particles. Non-HDL-C is total cholesterol minus HDL-C and captures cholesterol carried in all ApoB-haltige Partikel. Remnant cholesterol estimates cholesterol in triglyceride-rich remnant particles. ApoB approximates the number of atherogenic particles.

Obesity often raises total cholesterol, LDL-C, non-HDL-C, remnant cholesterol, triglycerides, and ApoB on average — but not equally, and not in everyone. The most reproducible pattern in visceral obesity and insulin resistance is:

  • higher fasting and postprandial triglycerides;
  • more hepatic VLDL production and more remnant particles;
  • lower HDL-C;
  • remodeling toward smaller, cholesterol-depleted LDL particles; and
  • ApoB that is higher than the LDL-C value would predict.[1,2,13]

Dies beginnt damit, dass insulinresistentes Fettgewebe mehr freisetzt freie Fettsäuren. Die Leber nimmt dieses Substrat auf, reichert Fett an und gibt mehr Triglyceride in Form von VLDL ab. Auch die Insulinresistenz der Leber kann die VLDL-Produktion nicht eindämmen. Der Abbau von triglyceridreichen Lipoproteinen kann sich verzögern. Cholesterinester Überweisung Protein wandelt Triglyceride aus VLDL in LDL um und HDL; Leberlipase Anschließend wandelt es diese mit Triglyceriden angereicherten Partikel in kleinere LDL- und HDL-Partikel um. Das Ergebnis können zahlreiche LDL-Partikel sein, die jeweils weniger Cholesterin enthalten. Der LDL-C-Wert kann daher normal oder nur leicht erhöht sein, während ApoB und Non-HDL-C einen höheren Wert aufweisen. Feinstaubbelastung.[10-13]

Eine zweite, häufig übersehene Quelle atherogener Partikel bei Adipositas ist die Darm. Nach den Mahlzeiten bilden sich in den Enterozyten Chylomikrone im Zusammenhang mit Apolipoprotein B-48. Bei Insulinresistenz sind sowohl der Darm apoB-48 Die Partikelbildung und der Abbau sind gestört, wodurch ApoB-48-haltige Restpartikel hinzukommen, die bei einem standardmäßigen Nüchtern-Lipidprofil nicht separat quantifiziert werden und möglicherweise unterrepräsentiert sind, da die postprandiale Phase dabei nicht berücksichtigt wird. Dies ist klinisch von Bedeutung, da es sich um eine der spezifischen Anomalien handelt, die Inkretin-Therapie scheint korrekt zu sein (siehe unten).[72-74]

Das ist Unstimmigkeit: LDL-C und ApoB geben Aufschluss über unterschiedliche Risikostufen. LDL-C beantwortet die Frage: “Wie viel Cholesterin ist im LDL enthalten?” ApoB gibt eine genauere Antwort auf die Frage: “Wie viele atherogene Partikel zirkulieren im Blutkreislauf?” Denn das Eindringen und die Retention von Partikeln in der Arterienwand lösen Atherosklerose, ApoB-haltige Lipoproteine sind ursächlich, was durch übereinstimmende Ergebnisse aus randomisierten Studien, genetischen Untersuchungen und epidemiologischen Untersuchungen belegt wird.[10-12] Der klinische Expertenkonsens der National Lipid Association aus dem Jahr 2024 kam zu dem Schluss, dass bei einer Diskrepanz zwischen LDL-C und ApoB das kardiovaskuläre Risiko besser mit ApoB korreliert und dass ApoB daher als therapeutisches Ziel dienen sollte.[61]

Wie stark sind die Veränderungen im Lipidhaushalt?

Es gibt keine verlässliche allgemeine Steigung für die Veränderung der Lipidwerte pro 5 BMI-Einheiten oder pro 5–10 cm Taillenumfang. Querschnittssteigungen berücksichtigen Alter, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Ernährung, Alkohol, Gene, Diabetes, Leberfett, lipidsenkende Behandlung und Dauer der Adipositas. Sie sind nicht gleichbedeutend mit der Auswirkung einer Zunahme oder Abnahme dieser Fettmenge. Der Taillenumfang erfasst sowohl subkutanes als auch viszerales Fettgewebe, und ein und derselbe Taillenumfang kann unterschiedliche Volumina an viszeralem Fett darstellen.

Die beste quantitative Synthese zur Behandlung ist eine Metaanalyse von 73 randomisierten Studien (32.496 Teilnehmer). Nach 12 Monaten ergab die auf Studienebene durchgeführte Metaregression folgende Veränderung: pro Kilogramm Gewichtsverlust:[14]

Methode zur Gewichtsabnahme Triglyceride LDL-C HDL-C Interpretation
Lifestyle −4,0 mg/dl (95%-Konfidenzintervall −5,24 bis −2,77) −1,28 mg/dl (−2,19 bis −0,37) +0,46 mg/dl (+0,20 bis +0,71) Stärkere durchschnittliche Reaktion der Triglyceride als des LDL[14]
Pharmakotherapie – untersucht bis einschließlich 2018 −1,25 mg/dl (−2,94 bis +0,43) −1,67 mg/dl (−2,28 bis −1,06) +0,37 mg/dl (+0,23 bis +0,52) Der TG-Schätzwert hat die Nullgrenze überschritten; dies geschah bereits vor der Verabreichung von 2,4 mg Semaglutid und Tirzepatid[14]
Adipositaschirurgie −2,47 mg/dl (−3,14 bis −1,80) −0,33 mg/dl (−0,77 bis +0,10) +0,42 mg/dl (+0,37 bis +0,47) Der geschätzte LDL-Wert hat die Nullgrenze überschritten; die Vorgehensweise und die Ausgangswerte der Blutfettwerte spielen eine Rolle[14]

Bei diesen Koeffizienten handelt es sich um zusammengefasste Zusammenhänge auf Studienebene und nicht um Anweisungen, nach einem Gewichtsverlust von 20 kg den Wert mit 20 zu multiplizieren. Die Reaktionen der Blutfettwerte verlaufen nicht unbedingt linear, und Änderungen der Medikamentendosis können diese verschleiern. Die Synthese lieferte keine vergleichbaren, allgemeingültigen Koeffizienten für Gesamtcholesterin, Nicht-HDL-Cholesterin, Restcholesterin oder ApoB.[14]

Was die Gewichtsabnahme bei 5%, 10%, 15% und 20% betrifft, so ist die wissenschaftlich fundierte Zusammenfassung eher abgestuft als fälschlicherweise präzise. Bei etwa 5% verbessern sich in der Regel Triglyceride, Blutzucker, Leberfett und Blutdruck; 10% führt meist zu stärkeren Stoffwechseleffekten; Gewichtsverluste im Bereich von 15% bis 20% können Diabetes und Schlafapnoe umkehren, Fettleber, sowie Symptome einer Herzinsuffizienz bei ausgewählten Patienten. Dennoch können LDL-C und ApoB nur geringfügig, erheblich oder – bei einer Ernährung mit hohem Gehalt an gesättigten Fetten – sogar ansteigen. Die Studien STEP und SURMOUNT zeigen, dass diese größeren Gewichtsabnahmebereiche mit Inkretin Therapie, wobei ein bestimmter prozentualer Verlust nicht unbedingt eine festgelegte ApoB-Reaktion garantiert.[25,26,28,53]

Übersichtstabelle: Expositionen, Interventionen und erwartete Wirkungen

Exposition oder Intervention Erwartete Wirkung auf Lipide/ApoB Kardiovaskuläre Wirkung Evidence type Zuversicht
Höherer BMI Im Durchschnitt höhere TG-/Non-HDL-/Remnant-Werte und niedrigere HDL-Werte; heterogene Reaktion bei LDL-C und ApoB Dosisabhängig erhöhtes Risiko für ASCVD, Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und Mortalität Große prospektive Kohorten, MR, Mechanismen Hohes Risiko; mäßiges Risiko bei einem spezifischen Anstieg der Blutfettwerte
Größerer Taillenumfang/viszerales Fett Ein ausgeprägteres Muster der Insulinresistenz und eine stärkere Diskrepanz zwischen ApoB und LDL-C als beim BMI allein Größere Veranstaltungen und Plaquebelastung nach multivariater Adjustierung; die MR stützt die Kausalität für abdominale Adipositas (KHK OR ≈1,46 pro SD WHRadjBMI)[58] Kohorten, bildgebende Untersuchungen, Mendelsche Randomisierung Mäßig bis hoch; genauer unabhängiger Effekt ungewiss
5% Gewichtsabnahme In der Regel signifikante Verbesserungen bei Triglyceriden, Blutzucker, Blutdruck und Leberfettgehalt; LDL-C/ApoB können sich nur geringfügig verändern[14,39] Risikofaktoren verbessern sich; eine Verringerung der Ereignisse für 5% selbst konnte nicht nachgewiesen werden RCTs und Konsensanalysen Hoch bei Risikofaktoren; niedrig bei der Zuordnung von Ereignissen
10% Gewichtsabnahme In der Regel steigen die TG- und Nicht-HDL-Werte an und es kommt zu einer Verbesserung der Stoffwechselwerte; ApoB kann über dem Zielwert bleiben[14,39] Post-hoc-Analyse der AHEAD-Studie: Ein Verlust von ≥10% ist mit einem HR von 0,79 für kardiovaskuläre Ereignisse verbunden[59] Post-hoc-Analysen von randomisierten kontrollierten Studien und Kohortenstudien Mäßig
15%–20% Gewichtsabnahme Häufig deutliche Verbesserungen bei Triglyceriden, Rest-Cholesterin, Blutzucker, Blutdruck, Taillenumfang und Entzündungswerten; LDL-C/ApoB weiterhin schwankend[25,26,28,53] Die SELECT-Studie belegt, dass unter Semaglutid weniger MACE auftreten in Sekundärprävention; man kann nicht den gesamten Nutzen dem Gewicht zuschreiben RCTs Hoch für Semaglutid in der SELECT-Population; mäßig hinsichtlich der Verallgemeinerbarkeit
Sport mit geringem Gewichtsverlust Kann das Bauch-/viszerale Fett, die Triglyceride, den Blutdruck und die Insulinresistenz senken; der LDL-Cholesterinspiegel verändert sich oft nur geringfügig Eine bessere körperliche Fitness steht in engem Zusammenhang mit einer niedrigeren Sterblichkeit; in Ergebnisstudien lässt sich der Einfluss von körperlicher Aktivität jedoch nur unvollständig isolieren RCT-Studien zu Risikofaktoren; prospektive Fitness-Kohorten Hoch bei Fitness/Risikofaktoren; mäßig bei Ereignissen
Metabolisch-bariatrische Chirurgie Der TG-Wert sinkt in der Regel, während der HDL-C-Wert steigt; die Reaktion des LDL-C/ApoB-Werts hängt vom Eingriff und der Medikation ab[14] Geringere Ereignisrate und Sterblichkeit in kontrollierten Beobachtungsstudien Prospektive kontrollierte und gepaarte Kohorten; Metaanalyse Geeignet für Veranstaltungen; verwirrend bleibt
Semaglutid 2,4 mg TG, Non-HDL, Blutdruck, Blutzucker, Taillenumfang und Entzündungswerte verbessern sich; die Senkung von LDL-C und ApoB entspricht nicht der durch Statine erzielten Wirkung SELECT HR 0,80 für MACE; 6,51 TP9T gegenüber 8,01 TP9T über einen Zeitraum von 39,8 Monaten[30] Große, verblindete randomisierte kontrollierte Studie zu kardiovaskulären Endpunkten Hoch für die SELECT-Population
GLP-1-Reagonisten bei Typ-2-Diabetes (Kategorie) Geringfügige Veränderung des LDL-C-Werts; TG, Restwerte und postprandiales ApoB-48 verbessern sich Gepooltes MACE-HR 0,86; Gesamtmortalität 0,88; Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizienz 0,89[33] Meta-Analyse von 8 CVOTs Hoch bei Menschen mit Typ-2-Diabetes
Tirzepatid Deutliche Verbesserungen bei Gewicht und Taillenumfang sowie beim Stoffwechsel; die Triglycerid- und Restwerte verbessern sich im Allgemeinen stärker als der LDL-Cholesterinspiegel Nicht unterlegen gegenüber Dulaglutid hinsichtlich MACE bei SURPASS-CVOT (HR 0,92); Die Herzinsuffizienz-Ereignisse verbesserten sich bei der durch Adipositas bedingten HFpEF RCTs zur Gewichtsreduktion; CVOT mit aktivem Komparator; RCT zu Herzinsuffizienz-Endpunkten Hohe Aussagekraft hinsichtlich des Gewichts und des HFpEF-Ergebnisses; unvollständige Aussagekraft hinsichtlich des Placebo-bezogenen ASCVD-Nutzens
Retatrutid (Dreifachagonist) In Phase 2 wurden Verbesserungen bei den Triglyceridwerten und dem Nicht-HDL-Cholesterin berichtet; die Nüchternwerte für ApoB und die kardiovaskulären Endpunkte sind noch nicht ausreichend charakterisiert[75] Keine durch Fachkollegen begutachteten Belege zu kardiovaskulären Endpunkten Randomisierte Phase-2-Studie[75] Mäßig bei der kurzfristigen Gewichtsabnahme; gering bei kardiovaskulären Endpunkten

Wenn der ApoB-Wert gleich ist, erhöht Adipositas dann trotzdem das Risiko für eine koronare Herzkrankheit?

Angenommen, zwei Personen haben tatsächlich denselben ApoB-Spiegel und denselben kumulative Exposition über die gesamte Lebensdauer zu ApoB-haltigen Partikeln, aber eine davon leidet an Adipositas. Die Person mit Adipositas hat wahrscheinlich immer noch höhere Gesamtkardiovaskuläres Risiko wenn Fettleibigkeit dazu geführt hat, dass Bluthochdruck, Diabetes, Nierenerkrankungen, Schlafapnoe, Entzündungen, Bewegungsmangel, Thrombosen oder einer ungünstigen Herzremodellierung. Adipositas steht zudem in einem besonders engen Zusammenhang mit Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz, einschließlich HF mit erhaltener Auswurfleistung; eine Metaanalyse schätzte das Risiko für das Auftreten einer Herzinsuffizienz auf 42% pro 5 kg/m² BMI und auf 28% pro 10 cm Taillenumfang.[24]

For coronary atherosclerosis specifically, the size of any residual effect cannot be quantified confidently. “Same current ApoB” is not “same lifetime ApoB”: one blood draw misses earlier VLDL/remnant and LDL exposure, postprandial particles, lipoprotein(a), treatment history, and duration. In addition, adjustment for ApoB, blood pressure, diabetes, smoking, and activity cannot remove measurement error or unmeasured confounding. Together, the studies suggest that a substantial share — possibly a majority — of obesity’s coronary association operates through measured downstream factors, but the exact proportion is uncertain and neither estimate is ApoB-specific.[8,57] The observational analysis of 97 cohorts estimated roughly 46% using blood pressure, total/HDL cholesterol, and glucose; the Mendelian-randomization analysis estimated about 66% (95% CI 42%–91%) using blood pressure, diabetes liability, conventional lipid traits, and smoking. Readers should treat any single percentage attributed specifically to ApoB as unsupported by these data.

The practical answer is therefore not to choose between weight and ApoB. Treat adiposity and its complications und lower ApoB to an appropriate risk-based target. Weight loss does not erase the need for Statine or other lipid-lowering therapy when absolute atherosclerotic risk and ApoB remain high.

Obesity, visceral fat, and plaque

Visceral fat predicts events and subklinische Atherosklerose more strongly than BMI in many cohorts. In the Framingham-Herz-Studie, each standard-deviation increase in visceral adipose tissue was associated with a 44% higher hazard of incident cardiovascular disease after multivariable adjustment.[16] In a coronary CT study of 427 patients, each standard-deviation increase in visceral fat was associated with 68% higher odds of nicht verkalkte Plaque presence and 31% higher odds of greater noncalcified-plaque extent; high-risk plaque features were also more frequent.[17] These are adjusted observational associations, not experiments.

Longitudinal imaging adds temporality but not complete causal identification. In an observational cohort of 862 adults, visceral fat predicted coronary-calcium progression, and modeling suggested that adipose-tissue dysfunction/insulin resistance mediated about 51.8% of the association.[18]

Discordance between ApoB and LDL-C is also visible in imaging. In the CARDIA cohort, young adults with high ApoB but low LDL-C had a higher likelihood of coronary calcium 25 years later than those with concordantly low values, indicating that particle number carries information the cholesterol concentration alone does not.[19] The evidence is not uniformly strong, however: in the Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis, apoB was associated with coronary calcium prevalence, incidence, and progression, but apoB discordance added only modest predictive value beyond LDL-C or non-HDL-C.[60] The fair reading is that discordance identifies people whose risk is underestimated by LDL-C, while acknowledging that the incremental imaging signal in some cohorts is small.

Epicardial and perivascular fat may exert local inflammatory and paracrine effects on Herzkranzgefäße, and epicardial-fat volume is associated with coronary disease in imaging meta-analysis.[4,54] Yet no adjustment model can prove a direct local effect independent of lifetime ApoB, smoking, blood pressure, or glycemia. Measuring lipids once makes “independence from cholesterol” especially uncertain.

Intentional weight loss plausibly reduces plaque-driving exposures, but direct imaging evidence is limited. Small imaging studies can measure coronary calcium, total plaque, noncalcified plaque, or high-risk features; these outcomes are not interchangeable. A rising CAC score does not automatically mean treatment failure: calcium can increase as plaque becomes more calcified and potentially more stable, while lipid-rich or noncalcified components shrink. Clinical events matter more than serial calcium change.

In keiner großen randomisierten Studie wurde nachgewiesen, dass Lebensstil, Semaglutid, Tirzepatid oder ein chirurgischer Eingriff eine koronare Herzkrankheit verursachen. Plaquerückbildung und dass diese Rückbildung zu einer geringeren Anzahl von Ereignissen führt. SELECT zeigt eine Verringerung der Ereignisse, ohne dass eine Plaquerückbildung nachgewiesen werden muss.[30] Behauptungen, dass GLP-1-Medikamente “die Arterien reinigen”, gehen über die wissenschaftlichen Erkenntnisse hinaus.

Zehn Adipositas-Phänotypen – und warum ein gleicher BMI nicht gleich ein gleiches Risiko bedeutet

Phänotyp Typische Messwerte Lipid-/ApoB-Profil Kardiovaskuläres Risiko Wichtige Einschränkungen
Allgemeine Adipositas nach BMI BMI ≥ 30 kg/m², wobei Klasse I 30–34,9, Klasse II 35–39,9 und Klasse III ≥ 40 umfasst[1,2] Variabel; häufig TG-reiche Dyslipidämie Höhere Durchschnittswerte bei ASCVD, HF, AF, Diabetes und Mortalität Stuft muskulöse und sarkopenische Personen falsch ein; berücksichtigt den Ort nicht
Zentrale/abdominale Adipositas Taillenumfang, Verhältnis von Taillenumfang zu Körpergröße, Verhältnis von Taillenumfang zu Hüftumfang Höhere TG-Werte/Reste, niedrigere HDL-Werte, häufige ApoB-Diskordanz Lässt häufig über den BMI hinaus Rückschlüsse auf Herzinfarkte und die Sterblichkeit zu; die MR untermauert den Kausalzusammenhang[58] Die Grenzwerte und Messstellen variieren[3,15]
Viszerale Adipositas Viszerales Volumen nach CT/MRT; Taillenumfang als Ersatzwert Ausgeprägtes insulinresistentes, VLDL-reiches Muster Erhöhtes Risiko für Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen Bildgebende Untersuchungen sind nicht routinemäßig angezeigt; der Zusammenhang ist nicht eindeutig[4,16]
Vorwiegend subkutane Adipositas Bildgebungs- oder Körperform-Phänotyp Kann relativ günstig sein, wenn die Fettspeicherung weiterhin funktioniert Geringeres Risiko als bei viszeraler Adipositas bei gleicher Fettmasse, jedoch kein Nullrisiko “Sicherer” bedeutet nicht, dass es harmlos ist; das Kompartiment kann funktionsgestört werden.
Ektopisches Fett MRT/Ultraschall der Leber; Herz- oder Gefäßbildgebung Eine Fettleber geht häufig mit Insulinresistenz, Triglyceriden, Restpartikeln und ApoB einher. Leberfett, epikardiales Fett und perivaskuläres Fett weisen auf ein erhöhtes biologisches Risiko hin Organfett ist zum Teil ein Indikator für einen systemischen Energieüberschuss[4]
Normalgewichtige zentrale Adipositas BMI < 25 bei hoher Taillenweite oder hohem Taillen-Hüft-Verhältnis Es können Insulinresistenz, erhöhte Triglycerid- und Restwerte oder normale Routine-Blutfettwerte vorliegen. Höhere Sterblichkeit und mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen als bei normalgewichtigen Personen ohne zentrales Fett Die Definitionen gehen auseinander; umgekehrte Kausalität kann ältere Kohorten beeinflussen[21]
“Stoffwechselgesundes” Übergewicht Adipositas ohne bestimmte Blutdruck-, Blutzucker- und Fettstoffwechselstörungen Die gemessenen LDL-C-/TG-Werte können normal sein; ApoB kann dennoch abweichend sein Geringer als bei metabolisch ungesunder Adipositas, aber im Allgemeinen höher als bei gesundem Normalgewicht Die Definitionen variieren; der Status ändert sich oft im Laufe der Zeit; nicht zuverlässig gutartig[20]
Sarkopenische Adipositas Hoher Fettanteil bei geringer Muskelkraft bzw. Muskelmasse Variable des Stoffwechselmusters Kombiniert kardiometabolisches Risiko mit Gebrechlichkeit, Stürzen und Behinderung Der BMI mag nur geringfügig erhöht erscheinen; die Diagnosemethoden variieren[22]
Adipositas bei guter körperlicher Verfassung Belastungstests/geschätzte kardiorespiratorische Fitness sowie Messungen des Körperfettanteils Sport kann die Triglyceridwerte verbessern, Insulinsensitivität, sowie den Blutdruck ohne Normalisierung des ApoB Deutlich geringere Sterblichkeit als bei untrainierten übergewichtigen Personen; das Risiko könnte sich in einigen Kohorten dem von trainierten normalgewichtigen Gruppen annähern Beobachtungsdaten zur Fitness; Fitness schließt Plaque oder Diabetes nicht aus[23]
Adipositas mit Diabetes oder MASLD HbA1c/Blutzucker; Leberenzyme und Bildgebung; Taillenumfang TG/reich an Restpartikeln, niedriger HDL-Spiegel, häufige ApoB-Diskordanz Besonders hohes Risiko für ASCVD, Herzinsuffizienz, Nieren- und Lebererkrankungen LDL-C kann auf den ersten Blick harmlos wirken; zahlreiche Erkrankungen erfordern jedoch eine gezielte Behandlung

“Stoffwechselgesundes Übergewicht” lässt sich am besten als ein mit geringerem Risiko verbundener, oft vorübergehender Phänotyp verstehen – nicht als Immunität. Definitionen stützen sich in der Regel auf eine Handvoll Messwerte zu einem bestimmten Zeitpunkt, und bei vielen Menschen treten im Verlauf der Nachbeobachtungszeit Stoffwechselstörungen auf. Eine Metaanalyse ergab, dass das kardiovaskuläre Risiko höher ist als bei stoffwechselgesundem Normalgewicht, jedoch niedriger als bei stoffwechselungesundem Übergewicht.[20]

Fitness ist von enormer Bedeutung. Eine Studie aus dem Jahr 2024 systematische Übersichtsarbeit Eine Metaanalyse ergab, dass die kardiorespiratorische Fitness ein stärkerer Prädiktor für die Sterblichkeit war als die BMI-Kategorien: Fitte Erwachsene mit Adipositas wiesen oft eine deutlich geringere Sterblichkeit auf als unfitte Erwachsene jeglichen Gewichts.[23] Eine gute körperliche Verfassung bedeutet jedoch nicht, dass normale ApoB-Werte vorliegen, keine Plaques vorhanden sind oder dass durch Adipositas bedingte Risiken wie Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern, Schlafapnoe und orthopädische Risiken beseitigt sind. Sie mindert das Risiko; sie sollte nicht dazu dienen, unbehandelte Risikofaktoren als irrelevant abzutun.

Was sich bei einer gezielten Gewichtsabnahme verändert

Ernährung und Bewegung

Eine Kalorienreduktion führt unabhängig von der Art der Ernährung zu Gewichtsverlust, während sich die Zusammensetzung der Nahrung unabhängig vom Gewicht auf die Fettwerte auswirkt. In der DIETFITS-Studie führten eine gesunde fettarme und eine gesunde kohlenhydratarme Ernährung zu einem ähnlichen durchschnittlichen Gewichtsverlust über 12 Monate, wobei große individuelle Unterschiede festzustellen waren.[55] Eine kohlenhydratarme Ernährung führt in der Regel zu einer stärkeren Senkung der Triglyceridwerte und einem stärkeren Anstieg des HDL-C, während eine fettarme Ernährung in der Regel zu einer stärkeren Senkung des LDL-C führt; gesättigtes Fett, Faser, Alkohol, raffiniert Kohlenhydrat, und die Insulinresistenz zu Beginn der Studie beeinflusst das Ergebnis erheblich.[14,49] Die mediterrane und die pflanzenbetonte Ernährungsweise bieten Vorteile für das Herz-Kreislauf-System, die sich nicht auf die Zahl auf der Waage reduzieren lassen, da sie die Qualität des Nahrungsfetts, den Ballaststoffgehalt, den Natriumgehalt und die Verarbeitung der Lebensmittel verändern.

Sport kann den Taillenumfang und das viszerale Fett reduzieren sowie die körperliche Fitness, den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und die Triglyceridwerte verbessern und Endothelfunktion selbst wenn sich das Gewicht auf der Waage kaum ändert.[3] Krafttraining ist während einer Gewichtsabnahme besonders wertvoll, da der Erhalt der Muskelmasse die Kraft, die Insulinverwertung, die Körperfunktionen und den Energieverbrauch im Ruhezustand schützt.

Die Ergebnisse der Look-AHEAD-Studie bieten eine wichtige Absicherung: Ein besseres Körpergewicht und günstigere Risikofaktoren garantieren nicht in jeder Studie eine statistisch signifikante Verringerung kardiovaskulärer Ereignisse.[38] Die im Nachhinein gewonnene Erkenntnis, dass Teilnehmer, die einen Gewichtsverlust von ≥10% erreichten, ein um 21% geringeres Ereignisrisiko aufwiesen, deutet darauf hin, dass das Ausmaß des Gewichtsverlusts möglicherweise eine größere Rolle spielt als die Zuordnung zu einer Interventionsgruppe – allerdings handelt es sich bei diesem Vergleich nicht um eine randomisierte Studie, sodass Störfaktoren aufgrund des Gesundheitszustands nicht ausgeschlossen werden können, Einhaltung, und Motivation.[59] Umgekehrt ergab eine systematische Übersicht aus dem Jahr 2017 über randomisierte Maßnahmen zur Gewichtsreduktion ein um 15% geringeres Risiko für die Gesamtmortalität (Risikoverhältnis 0,85), obwohl die Anzahl der Ereignisse begrenzt und die Programme heterogen waren.[40] Der Lebensstil spielt nach wie vor eine grundlegende Rolle, doch sollten die Angaben zu den Ereignissen mit der untersuchten Population, der Intensität, der Dauer und der Nachbeobachtungszeit übereinstimmen.

Metabolisch-bariatrische Chirurgie

Eine Operation führt in der Regel zu dem größten und nachhaltigsten durchschnittlichen Gewichtsverlust und bringt erhebliche Verbesserungen bei Diabetes, Triglyceriden, HDL-C, Blutdruck, Schlafapnoe und Fettleber mit sich. Die prospektive kontrollierte Studie „Swedish Obese Subjects“ brachte die Operation mit weniger kardiovaskulären Ereignissen und einer geringeren Sterblichkeit in Verbindung.[41,42] Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2021 auf Einzelpersonenebene mit 174.772 Teilnehmern – hauptsächlich abgeglichene Kohorten sowie eine prospektive kontrollierte Studie – ergab, dass eine Operation mit einem um 49,21 TP9T geringeren Mortalitätsrisiko und einer um schätzungsweise 6,1 Jahre längeren medianen Lebenserwartung verbunden war als eine nicht-chirurgische Behandlung.[43] Der geschätzte Gewinn betrug 9,3 Jahre bei Diabetes und 5,1 Jahre ohne Diabetes.[43]

Das sind auffällige Zusammenhänge, keine vollständig randomisierten Schätzungen. Die Patientenauswahl, die Beteiligung am Gesundheitswesen und residual confounding können dazu beitragen. Auch die Verfahren unterscheiden sich: Malabsorptive Eingriffe können den LDL-C-Spiegel stärker senken als rein restriktive Eingriffe, und die Operation birgt perioperative sowie langfristige ernährungsbezogene Risiken. Selbst nach einem erheblichen Gewichtsverlust sollte der ApoB-Wert erneut gemessen werden, anstatt von einem normalen Wert auszugehen.

Helfen GLP-1-Präparate und Dual-Inkretin-Präparate – und wenn ja, wie und in welchem Umfang?

Das ist die Frage, die Patienten am häufigsten stellen, daher verdient sie eine direkte Antwort, bevor wir ins Detail gehen: Ja, sie helfen – und zwar erheblich und in einer Weise, die über den Wert auf der Waage hinausgeht –, aber sie ersetzen keine lipidsenkende Therapie, und der Nutzen hängt von der fortgesetzten Behandlung ab.

GLP-1-Rezeptor-Agonisten den Appetit und die Energiezufuhr senken, die Magenentleerung vor allem zu Beginn der Behandlung verlangsamen und die glukoseabhängige Insulinsekretion verbessern. Tirzepatid aktiviert sowohl GIP- als auch GLP-1-Rezeptoren. Ihre kardiovaskulären Wirkungen lassen sich plausibel durch weniger viszerales Fett und Leberfett, eine bessere Blutzuckerkontrolle, einen niedrigeren Blutdruck sowie einen niedrigeren postprandial Lipämie sowie triglyceridreiche Partikel, ein verbessertes Nierenrisiko und eine verringerte systemische Entzündung. Direkte vaskuläre oder kardiale Effekte sind zwar biologisch plausibel, aber noch nicht vollständig geklärt; in Ergebnisstudien lässt sich der Gewichtsverlust allein nicht eindeutig von den medikamentenspezifischen Effekten trennen.[32-34]

Um wie viel Gewicht nehmen sie ab?

Studie und Population Behandlung Ergebnis: Durchschnittsgewicht Was dies beweist
SCHRITT 1: Adipositas/Übergewicht, kein Diabetes Semaglutid 2,4 mg, 68 Wochen −14,91 TP9T gegenüber −2,41 TP9T Placebo[25] Groß angelegte randomisierte Studie zur Gewichtsreduktion in Verbindung mit einer Lebensstilberatung
SCHRITT 5: Adipositas/Übergewicht, kein Diabetes Semaglutid 2,4 mg, 104 Wochen −15,21 TP9T gegenüber −2,61 TP9T Placebo[26] Während der fortgesetzten Behandlung anhaltender Gewichtsverlust
SURMOUNT-1; Adipositas/Übergewicht, kein Diabetes Tirzepatid 5, 10 oder 15 mg, 72 Wochen −15,01 TP9T, −19,51 TP9T und −20,91 TP9T im Vergleich zu −3,11 TP9T (Placebo)[28] Dosisabhängige, groß angelegte randomisierte Studie zur Gewichtsabnahme
SELECT; nachgewiesene Herz-Kreislauf-Erkrankung, kein Diabetes Semaglutid 2,4 mg Nach 208 Wochen: −10,21 TP9T gegenüber −1,51 TP9T Körpergewicht[31]; in der 20. Woche: −6,41 TP9T gegenüber −0,81 TP9T bei einem Taillenumfang von −5,0 gegenüber −1,1 cm[78] Anhaltende langfristige Trennung in einer Population mit kardiovaskulären Endpunkten
SURPASS-CVOT; Typ-2-Diabetes mit ASCVD Tirzepatid im Vergleich zu Dulaglutid 1,5 mg −11,61 TP9T gegenüber −4,51 TP9T[70] Stärkere Gewichtsabnahme und bessere Stoffwechselwerte als bei einem aktiven Vergleichspräparat

Eine Metaanalyse randomisierter Studien zur einmal wöchentlichen Gabe von Semaglutid bei Menschen ohne Diabetes bestätigt, dass diese Gewichtsabnahmen über alle Studien hinweg anhalten und nicht nur das Ergebnis einer einzelnen Studie sind.[50] Die Behandlung muss in der Regel fortgesetzt werden, um den Großteil der Wirkung aufrechtzuerhalten. In der STEP-1-Verlängerungsstudie nahmen die Teilnehmer im Jahr nach dem Absetzen von Semaglutid wieder 11,6 Prozentpunkte an Körpergewicht zu – etwa zwei Drittel des zuvor erzielten Gewichtsverlusts – und die kardiometabolischen Marker näherten sich wieder den Ausgangswerten an.[27] In der SURMOUNT-4-Studie verloren die Teilnehmer, die die Behandlung mit Tirzepatid im offenen Verfahren fortsetzten, nach einem anfänglichen Gewichtsverlust von 20,91 TP9T von Woche 36 bis 88 weitere 5,51 TP9T, während diejenigen, die auf Placebo umgestellt wurden, 14,01 TP9T wieder zunahmen.[29] Diese Studien sprechen für eine Behandlung chronischer Erkrankungen und nicht für eine kurze “Therapiephase”. Die daraus resultierende Schlussfolgerung hinsichtlich des kardiovaskulären Schutzes ist wichtig und wird zu wenig diskutiert: Da sich die Verbesserungen der Risikofaktoren nach Absetzen des Medikaments wieder umkehren, gibt es keinen Grund für die Annahme, dass eine begrenzte Incretin-Therapie zu einer dauerhaften Verringerung der Ereignisse führt.

Beugen sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor?

Bei Adipositas ohne Diabetes. In die SELECT-Studie wurden 17.604 Personen im Alter von mindestens 45 Jahren mit einem BMI von mindestens 27 kg/m², einer nachgewiesenen Herz-Kreislauf-Erkrankung und ohne Diabetes aufgenommen. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 39,8 Monaten traten kardiovaskuläre Todesfälle, nicht tödliche Myokardinfarkte oder nicht tödliche Schlaganfälle bei 6,5% in der Semaglutid-Gruppe und bei 8,0% in der Placebo-Gruppe auf (Hazard Ratio 0,80, 95%-KI 0,72–0,90).[30] Die absolute Reduktion betrug 1,5 Prozentpunkte – das entspricht etwa 67 Personen, die über die durchschnittliche Studiendauer behandelt werden mussten, um ein primäres Ereignis zu verhindern, berechnet auf der Grundlage der gemeldeten Ereignisraten.[30] Dies ist der eindeutigste Beleg aus einer randomisierten Studie dafür, dass eine medikamentöse Behandlung von Adipositas die wichtigsten kardiovaskulären Endpunkte in einer definierten Hochrisikogruppe verbessern kann.

Bei Typ-2-Diabetes. Das Studienprogramm zu kardiovaskulären Endpunkten unter GLP-1 ist umfangreich und weist eine angemessene Konsistenz auf. Die Ergebnisse der einzelnen Studien für den aus drei Komponenten bestehenden MACE-Endpunkt (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt, nicht tödlicher Schlaganfall) sind nachstehend aufgeführt.

Trial (year) Agent MACE-Risikoverhältnis (95 %-Konfidenzintervall) Besser als Placebo?
ELIXA (2015) Lixisenatid 1,02 (0,89–1,17)* Nein
LEADER (2016) Liraglutid 0,87 (0,78–0,97)[62] Ja
SUSTAIN-6 (2016) Semaglutid (injizierbar) 0,74 (0,58–0,95)[63] Nominell ja; die Studie wurde auf Nichtunterlegenheit ausgelegt
EXSCEL (2017) Exenatide einmal wöchentlich 0,91 (0,83–1,00)[66] Nein (P = 0,06)
HARMONY-Ergebnisse (2018) Albiglutid 0,78 (0,68–0,90)[68] Ja
REWIND (2019) Dulaglutid 0,88 (0,79–0,99)[64] Ja
PIONEER 6 (2019) Semaglutid zum Einnehmen 0,79 (0,57–1,11)[65] Nur Nichtunterlegenheit
AMPLITUDE-O (2021) Efpeglenatid 0,73 (0,58–0,92)[69] Ja
SELECT (2023) Semaglutid 2,4 mg (ohne Diabetes) 0,80 (0,72–0,90)[30] Ja

*ELIXA verwendete einen Vier-Punkte-MACE, der zusätzlich Krankenhausaufenthalte aufgrund von instabile Angina pectoris.[67]

Eine Metaanalyse von acht früheren GLP-1-Studien zu kardiovaskulären Endpunkten bei Typ-2-Diabetes (60.080 Teilnehmer) ergab 14% weniger schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (Hazard Ratio 0,86), 12% geringere Gesamtmortalität (0,88) und 11% weniger Krankenhausaufenthalte aufgrund von Herzinsuffizienz (0,89).[33] Da es sich bei den meisten Wirkstoffen und Dosierungen in dieser Analyse um Diabetes-Medikamente handelte, sollte sie nicht als Schätzung für die Behandlung von Adipositas bei Menschen ohne Diabetes herangezogen werden. Die einzelnen Komponenten liefern jedoch aufschlussreiche Informationen: In der LEADER-Studie sank die kardiovaskuläre Sterblichkeit (HR 0,78) und die Gesamtmortalität (HR 0,85);[62] in SUSTAIN-6, nonfatal stroke was reduced (HR 0.61);[63] in PIONEER 6, cardiovascular death was lower (HR 0.49) though the trial was designed only to exclude harm.[65]

Tirzepatide. SURPASS-CVOT randomized 13,165 adults with type 2 diabetes and atherosclerotic cardiovascular disease to tirzepatide or dulaglutide 1.5 mg — an active comparator already proven to reduce events. Over a median treatment duration of about 47 months, MACE occurred in 12% versus 13% (hazard ratio 0.92), meeting the prespecified noninferiority criterion; formal superiority was not established.[70] Tirzepatide also produced greater reductions in HbA1c, weight, and several cardiovascular Biomarker.[70] In a separate post-hoc analysis, an expanded six-component cardiorenal composite (all-cause mortality, myocardial infarction, stroke, coronary Revaskularisation, heart failure, and adverse kidney outcomes) favored tirzepatide, occurring in 23.7% versus 27.4% (HR 0.84, 95% CI 0.79–0.90).[77] The interpretive point matters: because there was no placebo arm, SURPASS-CVOT establishes that tirzepatide is at least as cardioprotective as a drug known to reduce events, not the absolute magnitude of its benefit against placebo. A placebo-controlled obesity outcomes trial (SURMOUNT-MMO) had not reported at the time of writing.

Heart failure and kidney disease. For obesity-related HFpEF, semaglutide improved symptoms, physical limitations, walking distance, inflammation, and weight in STEP-HFpEF; weight fell 13.3% versus 2.6% with placebo at 52 weeks.[35] Benefits were also observed in participants with type 2 diabetes.[36] In SUMMIT, 731 patients with obesity-related HFpEF received tirzepatide or placebo for a median 104 weeks. Cardiovascular death or worsening heart failure occurred in 9.9% versus 15.3% (hazard ratio 0.62), driven primarily by fewer worsening-HF events; cardiovascular-death counts were small.[37] In FLOW, 3,533 people with type 2 diabetes and chronische Nierenerkrankung received semaglutide 1.0 mg or placebo; the primary composite of kidney failure, a sustained ≥50% decline in eGFR, or death from kidney-related or cardiovascular causes fell 24% (HR 0.76, 95% CI 0.66–0.88). Major cardiovascular events fell 18% (HR 0.82, 95% CI 0.68–0.98), and all-cause death fell 20% (HR 0.80, 95% CI 0.67–0.95).[71] These results address HFpEF and kidney disease — not coronary-plaque regression or general Primärprävention.

Why do they work? Weight-dependent and weight-independent mechanisms

The benefit is best understood as several modest effects acting together rather than one dominant mechanism.

Weight-dependent effects. Loss of visceral and hepatic fat improves insulin sensitivity and reduces hepatic VLDL secretion, lowering triglyceride and remnant particle burden. Waist circumference falls markedly (−7.7 cm in SELECT at 208 weeks).[31] Blood pressure, glycemia, and sleep-disordered breathing improve.

Partly weight-independent effects. Three deserve emphasis:

  1. Reduced intestinal atherogenic-particle production. Exenatide acutely inhibits intestinal lipoprotein production in healthy humans, an effect demonstrable before meaningful weight change.[72] In patients with type 2 diabetes, liraglutide reduced postprandial hyperlipidemia both by increasing apoB-48 catabolism and by reducing apoB-48 production.[73] Across the class, exenatide, liraglutide, lixisenatide, semaglutide, and dulaglutide have each been shown to lower postprandial apoB-48 in human studies.[74] Because cholesterol-enriched apoB-48 remnant particles — not nascent chylomicrons themselves — are atherogenic, and because a standard fasting panel does not separately quantify them, this is a plausible route by which incretins reduce atherogenic particle exposure without dramatically changing fasting LDL-C.
  2. Anti-inflammatory effects. In SELECT, high-sensitivity C-reaktives Protein was 37.8% lower with semaglutide than placebo at 104 weeks, with reductions apparent early and across baseline hsCRP categories.[32] In earlier semaglutide trials in type 2 diabetes, exploratory mediation analyses estimated that 20.6%–61.8% of the hsCRP reduction was statistically mediated by changes in HbA1c and body weight; a substantial remainder was not explained by those two variables.[76]
  3. Benefit not fully explained by measured weight change. In a prespecified SELECT analysis, cardiovascular benefit was consistent across baseline adiposity categories; weight loss at week 20 was not linearly associated with subsequent MACE, whereas waist reduction showed a modest association and accounted for an estimated 33% of benefit in mediation modeling. These analyses suggest — but do not prove — mechanisms beyond weight loss.[78] The authors caution that adiposity-change analyses can be confounded by reverse causation, since illness-related weight loss also occurs.

Additional plausible contributors include blood-pressure reduction, natriuresis, reduced epicardial adipose tissue, improved endothelial function, and direct myocardial effects. None of these has been isolated as das mechanism, and mediation analyses can support but never prove a causal pathway.

How much do GLP-1 drugs improve lipids, ApoB, and plaque?

Semaglutide and tirzepatide generally lower triglycerides, remnant-related measures, non-HDL-C, and sometimes LDL-C while improving blood pressure, glycemia, waist, and inflammatory markers.[28,32,53] The LDL-C change is usually modest compared with dedicated lipid-lowering therapy, and ApoB was not a uniform primary endpoint across obesity trials — an important limitation, since it means much of what is said about incretins and “particle burden” is inferred from non-HDL-C, triglycerides, and postprandial apoB-48 studies rather than measured fasting ApoB in large outcome trials. The National Lipid Association has explicitly called for apoB measurement in trials of lipid-altering interventions for exactly this reason.[61]

In STEP 4’s randomized-withdrawal period, non-HDL-C changed by 0% with continued semaglutide versus +10% after switching to placebo, LDL-C by +1% versus +8%, and triglycerides by −6% versus +15%; these quantify maintenance versus withdrawal, not the entire effect from pretreatment baseline.[53]

No major randomized coronary-imaging trial has yet shown that semaglutide or tirzepatide regresses plaque. Their event benefit may reflect multiple small changes in plaque biology, thrombosis, inflammation, hemodynamics, kidney function, and metabolism rather than a visible reduction in total Plaquevolumen. This is a genuine evidence gap, not a technicality: we have strong event data and weak imaging data, and readers should be skeptical of confident claims in either direction about plaque.

Does a GLP-1 replace a statin? No.

This is the most consequential practical question, and the answer is unambiguous. Incretin therapy lowers triglycerides and remnant particles substantially but usually lowers LDL-C and ApoB far less than hochdosierte Statine, PCSK9-based therapy, or combination lipid-lowering regimens; Ezetimib alone generally produces a more modest reduction.[52,61] In SELECT itself, participants remained on guideline-directed background therapy, so the 20% event reduction was demonstrated zusätzlich zu statins, not instead of them.[30,52] A person taking an incretin should still receive guideline-directed treatment for ApoB, blood pressure, diabetes, and smoking, and ApoB should be remeasured after weight stabilizes rather than assumed to have normalized.

Newer agents: promising, but not yet mature evidence

Retatrutide, a triple GIP/GLP-1/glucagon receptor agonist, produced up to 24.2% mean weight loss at 48 weeks in a phase 2 randomized trial.[75] Cardiovascular-outcome efficacy has not been established in a peer-reviewed outcome trial; weight loss itself is not a validated surrogate for cardiovascular-event reduction.

Other emerging anti-obesity agents may have peer-reviewed weight-loss evidence, but cardiovascular-event benefit should not be inferred unless confirmed in agent-specific outcome trials. This review uses no unpublished or non-peer-reviewed efficacy result.

Safety, muscle, and practical considerations

Common adverse effects in trials are gastrointestinal, especially during dose escalation; discontinuation is more frequent than with placebo.[25,28,30,51] Systematic review of obesity pharmacotherapy shows this trade-off between efficacy and tolerability is a class-wide feature rather than unique to the incretins.[51] Gallbladder events can occur, and severe hypoglycemia is uncommon without insulin or sulfonylureas.

Rapid weight loss reduces lean tissue as well as fat — a recognized concern with incretin therapy, particularly in older adults and in anyone with baseline Sarkopenie. The countermeasures are the same as for any rapid weight loss: adequate dietary protein, Krafttraining, and attention to strength and physical function rather than the scale alone.[48] This is not a reason to withhold effective therapy from a high-risk patient, but it is a reason to prescribe exercise and nutrition alongside it.

Choice and monitoring require individualized clinical care, particularly with gastrointestinal disease, frailty, pregnancy potential, or interacting glucose-lowering therapy. Cost and access remain substantial real-world determinants of who actually benefits.

Longevity and healthy years of life

The mortality relationship depends on age, smoking, illness, BMI degree, fat distribution, diabetes, and duration. In 239 prospective studies, carefully restricted analyses found a 31% higher all-cause mortality hazard per 5 kg/m² above BMI 25.[5] In 57 studies of about 900,000 adults, BMI 30–35 was associated with roughly 2–4 fewer median years of survival and BMI 40–45 with 8–10 fewer years compared with the optimum range.[6] In 1.46 million White adults, relative to BMI 22.5–24.9, all-cause mortality among healthy never-smoking women rose from a hazard ratio of 1.13 at BMI 25.0–29.9 to 1.44 at 30.0–34.9, 1.88 at 35.0–39.9, and 2.51 at 40.0–49.9; patterns were similar in men.[44]

Waist also matters. In a pooled analysis of 650,386 adults, higher waist circumference predicted mortality within BMI categories; people at the highest waists had several fewer estimated years of life after age 40 than those at the lowest waists.[45] Earlier life-table analyses similarly estimated substantial years of life lost with obesity, with larger losses at younger ages of onset.[46] Because these are observational estimates, they should not be converted mechanically into a personal countdown.

Higher BMI in young and middle adulthood is associated not only with shorter life but with earlier cardiovascular disease and more years lived with it. In a pooled analysis, overweight and obesity were associated with higher lifetime CVD risk, earlier onset, and a greater proportion of life spent with CVD even when differences in total longevity were modest.[7] Childhood or early-adult obesity is therefore more concerning than the same BMI appearing late in life: it implies longer kumulative Exposition during a vulnerable life course. Diabetes and severe obesity amplify the risk; high fitness and favorable fat distribution attenuate it.

The “obesity paradox”

Some cohorts of people who already have heart failure, coronary disease, kidney disease, or cancer find lower short-term mortality at higher BMI. This does not show that gaining fat is protective. Disease-related weight loss can move the sickest participants into lower-BMI groups; smoking and frailty do the same. BMI cannot separate muscle from fat, and patients who survive long enough to enter a disease cohort are selected. Earlier diagnosis, greater metabolic reserve during acute illness, fitness, and treatment differences may also contribute. Reviews conclude that reverse causation, selection bias, and body-composition limitations explain much of the apparent paradox.[47]

Intentional and unintentional weight loss must therefore be distinguished. In older adults, weight-loss treatment should protect protein adequacy, resistance exercise, strength, bone health, and function. Lifestyle weight loss can reduce both fat and lean mass; combining exercise — especially resistance training — with adequate nutrition helps limit muscle and bone loss.[48]

Practical interpretation for an individual patient

The most useful assessment is layered:

  1. Measure the body phenotype: weight trajectory, BMI, waist circumference, and preferably waist-to-height ratio. Note age of onset and recent unintentional loss. Assess strength and function in older adults.
  2. Measure the causal and modifiable pathways: blood pressure; a fasting or nonfasting lipid panel; ApoB when triglycerides are elevated, obesity/diabetes/Metabolisches Syndrom is present, LDL-C and non-HDL-C disagree, or treatment decisions remain uncertain; A1c or glucose; kidney function; smoking exposure; and symptoms of sleep apnea. Consider liver assessment when clinically indicated.[61]
  3. Estimate absolute ASCVD risk and existing disease: Familiengeschichte, lipoprotein(a), age, sex, and prior events matter. Coronary calcium or CT angiography should be used for a clinical risk question — not merely to measure obesity.
  4. Treat every important pathway: improve nutrition, activity, sleep, and fitness; treat obesity when its burden justifies it; lower ApoB directly when needed; control blood pressure and diabetes; and stop tobacco exposure. These treatments complement rather than replace one another.

A normal LDL-C does not guarantee a low particle burden, particularly when triglycerides are elevated, HDL-C is low, diabetes or fatty liver is present, or the waist is large. ApoB is especially useful in these discordant settings.[61] Conversely, a lean person can have genetically high ApoB or lipoprotein(a), hypertension, diabetes, smoking exposure, inflammatory disease, low fitness, or substantial visceral fat and can develop extensive plaque.

Realistic initial weight-loss targets are 5%–10% because they often produce clinically meaningful metabolic improvement and are achievable by several methods.[14,39] Losses of 15%–20% can deliver larger benefits when appropriate, but maintenance, tolerability, cost, nutrition, and muscle preservation become central.[25,26,28] The treatment method matters: diet composition has direct lipid effects; exercise improves fitness and visceral fat with little scale change; incretins have metabolic and possibly weight-independent effects; surgery changes gut physiology and produces the largest durable average losses. None guarantees ApoB normalization or plaque regression.

What the evidence actually shows

  1. Does obesity increase cholesterol? Often, but the clearest changes are higher triglycerides, VLDL/remnants, non-HDL-C, and ApoB — not necessarily a large rise in LDL-C.[1,2,13]
  2. How much? No credible universal per-BMI or per-waist increment exists. In randomized weight-loss trials, lipid response varies by method; the best pooled 12-month lifestyle estimate per kilogram lost was TG −4.0 mg/dL, LDL-C −1.28 mg/dL, and HDL-C +0.46 mg/dL.[14]
  3. Can LDL-C be normal while ApoB is high? Insulin resistance can create many cholesterol-depleted LDL and remnant particles, producing LDL-C–ApoB discordance, which is associated with coronary calcium decades later.[11-13,19,61]
  4. Is obesity causal for coronary disease? The totality of dose-response, mechanistic, Mendelian-randomization, cohort, and randomized treatment evidence supports a causal contribution, especially from visceral and ectopic fat.[1,2,8,9,30,57,58]
  5. How much risk is mediated through measured downstream risk factors? A substantial share, possibly a majority. Blood pressure, measured cholesterol, and glucose together accounted for about 46% of the high-BMI–coronary association in one large pooled observational analysis;[8] Mendelian-randomization mediation analysis estimated about 66% (95% CI 42%–91%) mediated by blood pressure, diabetes, lipids, and smoking combined.[57] Neither analysis measured ApoB particle number, so no defensible figure exists for ApoB-specific mediation; both estimates also leave a residual fraction unexplained.
  6. Which fat is most dangerous? Visceral and ectopic fat — particularly liver, epicardial, and perivascular depots — usually signal greater metabolic risk than predominantly subcutaneous fat, and genetic evidence supports abdominal adiposity as causal.[3,4,58]
  7. Can a lean person be high risk? Normal-weight central obesity, insulin resistance, high ApoB or lipoprotein(a), hypertension, smoking, diabetes, and low fitness can coexist with a normal BMI.[21]
  8. Can fitness neutralize obesity? High fitness markedly lowers risk and may outweigh BMI as a mortality discriminator, but it does not prove absence of plaque or eliminate every obesity-related complication.[23]
  9. Does weight loss reduce plaque? It improves many plaque-driving factors. Direct randomized evidence of coronary plaque regression is limited, and CAC progression alone is not treatment failure.
  10. Does weight loss reduce events? SELECT proves semaglutide reduced major events in secondary prevention without diabetes; bariatric surgery is associated with fewer events and deaths; lifestyle event evidence is more mixed, with post-hoc data suggesting ≥10% loss may be the relevant threshold.[30,38,41-43,59]
  11. Do GLP-1/dual-incretin drugs help, and how much? They produce roughly 10%–21% mean weight loss in major trials and improve metabolic risk. Semaglutide reduced MACE by 20% in SELECT (6.5% vs 8.0%; NNT ≈67 over ~40 months); across eight diabetes CVOTs the pooled MACE reduction was 14%; semaglutide also reduced kidney events and death in FLOW; tirzepatide reduced worsening-HF/CV-death events in obesity-related HFpEF and was noninferior to dulaglutide for MACE. Benefit was not fully explained by measured early weight change in a prespecified SELECT secondary analysis,[78] and randomized withdrawal/maintenance trials show that weight-management benefits generally depend on continued treatment.[27,29]
  12. How much can obesity shorten life, and what should be treated? Moderate obesity has been associated with about 2–4 years and severe obesity with 8–10 years shorter median survival in large cohorts; measure waist, ApoB when informative, BP, glycemia, smoking, fitness, and muscle — and treat each abnormality directly.[6]

Appendix: Evidence-based graphics package (production briefs)

This appendix is intended for production use rather than for the reader-facing narrative. These briefs avoid presenting extrapolation as measured data.

  1. Causal lipid pathway — conceptual model. Visceral adiposity → adipose insulin resistance/free-fatty-acid flux → hepatic VLDL production and impaired remnant clearance → higher ApoB/remnants → arterial retention and plaque. Add a parallel intestinal limb: insulin resistance → increased apoB-48/chylomicron production → postprandial remnants. Label: “Conceptual model supported by human metabolic, genetic, and clinical evidence; arrows are not effect-size estimates.”
  2. Partly ApoB-independent pathway — conceptual model. Obesity → hypertension, diabetes, inflammation/thrombosis, sleep apnea/kidney disease, and cardiac/epicardial-fat remodeling → ASCVD, AF, and HF. Label HF and AF separately from plaque-mediated ASCVD.[1,2]
  3. BMI × waist risk heat map — observed association. Use sex- and ethnicity-appropriate waist categories within BMI categories from a selected individual-participant cohort; do not splice risk estimates from unrelated cohorts. Label: “Observed adjusted association, not causal effect.”[3,45]
  4. Changes across 5%, 10%, 15%, and 20% loss — illustrative evidence ranges. Plot weight itself exactly; show TG, glucose, BP, liver fat, and ApoB as bands rather than points. Use trial-specific panels for lifestyle, semaglutide, tirzepatide, and surgery. Label: “Illustrative ranges synthesized across heterogeneous trials; not a dose-response measured in one trial.”[14,25,26,28,53]
  5. Fat-depot comparison — conceptual/observational hybrid. Compare subcutaneous, visceral, liver, epicardial, and perivascular fat by location, measurement method, metabolic signature, and strength of outcome evidence. Do not rank pancreatic fat as a proven direct coronary cause.[3,4,54]
  6. GLP-1 cardiovascular outcome trial forest plot — observed randomized data. Plot MACE hazard ratios and 95% confidence intervals for ELIXA, LEADER, SUSTAIN-6, EXSCEL, HARMONY, REWIND, PIONEER 6, AMPLITUDE-O, and SELECT, with the pooled estimate shown separately and SELECT distinguished as the only non-diabetes population. Label: “Observed randomized trial results; trials differ in population, comparator, and endpoint definition.”[30,33,62-69]

Note on evidence quality and verification

Every reference in the list below is a peer-reviewed journal publication, and each numerical claim is attributed to the original study wherever possible. Three points of transparency:

  • No unpublished or non-peer-reviewed efficacy result is used. Every quantitative claim in this review rests on a peer-reviewed publication listed below.
  • Study designs are identified. Post-hoc and secondary analyses (Look AHEAD weight-magnitude analysis, SELECT hsCRP and adiposity analyses, SURPASS-CVOT cardiorenal composite) are named as such, and observational evidence is distinguished from randomized evidence throughout.

Findings published after September 3, 2026 — including ongoing incretin cardiovascular-outcome trials, coronary-imaging studies, and placebo-controlled obesity outcome trials such as SURMOUNT-MMO — could refine or revise several conclusions in this review, particularly those concerning tirzepatide’s placebo-referenced cardiovascular benefit and the effect of weight loss on plaque.

Editorial note: This review summarizes populations and averages; it is not a diagnosis or an individualized treatment plan. Medication and surgical decisions require clinical assessment of benefits, contraindications, adverse effects, nutrition, and patient preferences.

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Transparenzhinweis: Dieser Blogbeitrag wurde mit Unterstützung von KI-Werkzeugen erstellt. Der Endinhalt wurde vom Autor, der für seine Richtigkeit verantwortlich ist, sorgfältig überprüft und bearbeitet. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar.

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